Anfang 2010:

Der Um-/Aufbau des neuen Hundeplatzes in der Rosenheimer Str. 242 wird jetzt in Angriff genommen.

Nach langen Überlegungen habe ich mich für die Bodenlösung "gesandeter Kunstrasen" entschieden. Bei Recherche und Preisvergleich bin ich auf eine Kunstrasen-Recyclingfirma im Osten Deutschlands aufmerksam geworden, die genau unsere gebrauchte Menge (1.500 qm) zu VERSCHENKEN hatte. Nur der Transport würde zu unseren Lasten gehen. Nach einigen Telefonaten und Mails war dann alles klar: Am 9. April kommen 2 Sattelschlepper mit ca. 60 Tonnen Kunstrasen!

Zum Abladen musste ein Gabelstapler bestellt werden. Also rein ins Internet, ein paar Verleih-Firmen für Preisabfragen angerufen und einen Stapler fürs Wochenende und zusätzlich einen Fahrer zum Abladen geordert.

Dann noch schnell alle Trainees informiert: Wer helfen kann und will - bitte am 10. und 11. April zum Rasenverlegen in die Rosenheimer Str. 242 kommen.

Vorher muss natürlich die Fläche gereinigt werden. Schnell wieder im Internet geguckt und eine Straßenreinigungs-Firma in der Nähe gesucht. Termin zum Kehren für den 8. April ausgemacht und dann kann es losgehen.

Soweit die Theorie ...... Und nun zur Realität:

Donnerstag, 8. April:

Ich fuhr (irgendeine innere Stimme hat mich getrieben) schon 2 Stunden vor dem Termin mit der Kehrmaschine zum Platz und denke mich tritt ein Pferd. Auf unserer Seite des Grundstücks liegen mehrere Kieshaufen!!! Nach einem Anruf beim zuständigen Mitarbeiter unseres Vermieters war klar, der Mieter der anderen Hälfte des Grundstücks hat "wiederrechtlich seine Häufchen" auf unserem Teil der Fläche abgeladen. 1 Stunde vor dem Termin kamen endlich Mitarbeiter der Firma und räumten mit schwerem Gerät die Fläche. Der Fahrer der Kehrmaschine kam zu früh - konnte aber schon mal an einer Seite mit dem Kehren beginnen. Siehe da, nach 1,5 Stunden waren meine Nerven am Ende, aber der Platz "besenrein".

Bei der Schlussbegehung bemerke ich ca. 20 Stück Stahlstangen, die 5-20 cm teilweise umgeknickt aus dem Asphalt stehen. So können wir den Rasen nicht verlegen - das ist ja gefährlich. Also noch schnell in den Baumarkt, um eine Flexmaschine, Handschuhe und Arbeitsgerät für die Helfer am Samstag/Sonntag zu besorgen.

Da erreicht mich ein Anruf der Spedition: Sie kriegen morgen nur die Häfte des Rasens, weil nur ein Fahrzeug zur Verfügung steht. Nach langem Hin und Her gelang es mir dann, den Disponenten davon zu überzeugen, sich nochmal ins Zeug zu legen und die Lieferung komplett am Freitag zu liefern. 2 Stunden später hatte er dann eine Lösung gefunden - die beiden Fahrzeuge kommen Freitag bis ca. 10.00 h nach München.

Freitag, 9. April:

8.00 h - nochmal in den Baumarkt (gestern durch den Streß wieder was vergessen) - da kommt ein Anruf des Fahrers eines Schleppers: Ich hatte Probleme auf der Fahrt, ich komme erst ca. 12.00 h nach München. Okay, ich versuche den Gabelstapler samt Fahrer noch zu stoppen. Der ist jedoch leider schon unterwegs, d. h. 2 Stunden den Fahrer bespassen und für nix bezahlen.

Um 11.45 h ist es so weit: Der erste Schlepper mit dem Rasen ist da! Also Vorhang des Anhängers auf und .... mich trifft der Schlag. Der Rasen ist verkehrt herum gerollt! Und schon ist klar, warum er verschenkt wurde :-)))))))))) Die Rollen liegen übereinander kreuz und quer auf dem Schlepper, teilweise schon etwas abgerollt - eine echte Herausforderung für den Staplerfahrer, den Schlepperfahrer und mich, diese widerspenstige Fracht zu löschen. Zu allem kommt jetzt auch noch Wind auf und wir kriegen die volle Ladung Sand beim Bewegen der Rollen ab. Sand in den Schuhen, in den Klamotten, in den Haaren, im Mund ..... Nach einer Stunde kommt auch das 2. Fahrzeug - auch dessen Fracht ist verkehrt herum gerollt. Das Abladen dauert ca. 3 Stunden - dann sind die Männer und ich platt.

Jetzt trinken wir erst mal eine Flasche Wasser und versuchen die Lage zu überblicken.  Der Staplerfahrer weist mich noch kurz in die Technik des Staplers ein, Schlüsselübergabe und schon ist er weg mit den Worten: Wir sehen uns dann am Montag bei der Abholung - viel Spaß noch und ein schönes Wochenende!!! Die Schlepperfahrer reinigen noch ihre total versandeten Anhänger und machen sich auf nach Regensburg, wo auf sie die nächste Fracht wartet.

Samstag, 10. April:

Um 7.00 h schnell los, Butterbrezn und Getränke für die Helfer besorgen und den Generator aus der Halle holen. Ab 8.00 h treffen sie dann auch ein: Vroni und Volker (der beste Staplerfahrer der Welt :-)), Gitti und Mario (die immer da sind, wenn es ums Helfen geht), Andrea und Beate(die anpacken wie Männer), Brigitte, Susi und die Hötzingers (die an allen Ecken zugleich mitarbeiteten), Kirsten (die Ärztin, die sehr virtuos mit dem Teppichmesser umgehen kann), Tom (der von Sandra extra "familienfrei" gekriegt hat, um zu helfen), Marcus (der trotz "kreuzweh" zum helfen kam) und nicht zu vergessen Herbert und Lothar, die das technische know-how mitbrachten (flexen, messen usw.).

Nachdem alle den ersten Schock über die falsch aufgerollten Rollen überwunden hatten, wird nach der besten Lösung fürs Verlegen gesucht. Ein rechter Winkel wird angelegt und los geht es mit der ersten Rolle. Volker fährt sie uns mal an die richtige Stelle - ausrollen und dann mit vereinten Kräften das Ding umdrehen.

Wahnsinn - das Ding bewegt sich nur cm-weise - hat ja schließlich ca. 800 kg. Nach der 2. Rolle war klar - so geht es nicht. Nächste Idee - die Bahnen ausrollen, in Stücke schneiden und dann in kleinen Teilen umdrehen und auslegen. Doch selbst 1/3 dieser Rollen ist für uns immer noch kaum zu bewegen.

Eine Gruppe hat sich des neuen Welpen-Spielplatzes angenommen und recht den Unrat und die Blätter von der Fläche - 15 blaue Säcke voll!

Nach 5 Stunden harter Arbeit muss ich in die Hundeschule. Die restlichen Helfer arbeiten noch 1 Stunde weiter und räumen dann das Feld. Wir haben ca. 5 % der Arbeit geschafft.

Alle überlegen, wie wir es am nächsten Tag besser machen können. Volker hat eine Super-Idee und ruft mich abends noch an: Wenn wir große Schraubzwingen hätten, könnten wir versuchen den Rasen am Gabelstapler zu befestigen und er könnte das Ziehen übernehmen. Diese Idee ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Also gleich nach der Mini-Gruppe ins Auto und nochmal in den Baumarkt.

Sonntag, 11. April:

Ich stehe um 6.00 h auf - es ist saukalt, aber die Sonne scheint. Um 7.00 h mache ich mich wieder auf den Weg zum Bäcker und Getränke holen - plötzlich fängt es an zu schneien. Das darf doch nicht wahr sein. Tapfer fahre ich weiter zum Hundeplatz und hoffe, dass sich das Wetter noch beruhigt. Um 8.00 h hat es dann tatsächlich aufgehört zu schneien, es ist aber immer noch sehr kalt. Heute ist die Mannschaft kleiner (wir hatten besprochen, dass wir bei Regen zuhause bleiben): Andrea, Beate, Vroni, Susi, Volker, Tom, Lothar und Herbert sind wieder mit von der Partie - und heute stösst auch noch Inga dazu. Wir lassen uns vom Wetter nicht beeindrucken und starten gleich mit dem Austesten der "Schraubzwingen-Version".

Es klappt. Der Gabelstapler hat mehr Kraft als wir alle zusammen und schafft es. die Rollen im Ganzen umzudrehen und an die richtige Stelle zu bringen. Händisch muss nur noch ein bißchen "geruckelt" werden. Auch die Idee, einzelne Rasenteile auf 4 Meter zu heben und dann wie einen Vorhang auszubreiten wird geboren und in die Tat umgesetzt.

Alle diese Methoden haben jedoch zur Folge, dass jede Menge Sand aus dem Teppich fällt, der händisch gekehrt und wieder in den Rasen eingebracht werden muss. Um uns diese Arbeit zu erleichtern, holte Beate extra noch zuhause ihre Schubkarre (unsere hat leider immer noch einen Platten).

Nach einem kleinen Problem mit dem Gabelstapler im zukünftigen Welpenbereich und der kreativen Problemlösung von Herbert und Lothar, haben wir doch noch ca. 15 % der Fläche auslegen können. Dann noch schnell aufräumen und nach weiteren 5 Stunden harter körperlicher Arbeit machten wir um 13.00 h Schluss.

Im Moment versuche ich externe "Man- und Vehikle-Power" beim THW zu organisieren, die uns den nächsten Arbeitsschritt erleichtern soll. Sobald diese Dinge geklärt sind, werde ich einen neuen Termin für das nächste "Rasenwochenende" bekannt geben.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen flleißigen Helfern bedanken und freue mich über die nach den Ferien eingegangenen Hilfsangebote für das nächste "Rasenwochenende".

Sonntag, 18.04.2010:

Heute Abend hat leider das THW seine Mithilfe abgesagt. Sie haben keine Kapazitäten frei, hätten uns aber so gerne geholfen :-((((

Wir werden wohl doch mit vereinten Kräften nochmal angreifen müssen. Aber erst muss das Wetter mitspielen. Wir brauchen es trocken und warm! Ich würde den 8. Mai andenken - aber warten wir erst mal ab, wie das Wetter wird.

Donnerstag, 22.04.2010:

Heute war der Herr von der Abwassertechnik da. Unsere Sickergruben sind voll - deshalb lief das Wasser im Winter nicht ab und wir hatten große Eisplatten. Nun soll vor dem 8. Mai noch alles gereinigt werden - wollen wir es hoffen.

Heut geht was. Ich war bei der Baustoff-Firma und habe ein "Schnäppchen" gemacht. 100 Meter gebrauchten Bauzaun und alles was sonst noch so dazu gehört. Am 5. Mai ist Lieferung - dann können wir uns endlich "abgrenzen".

Dienstag, 04.05.2010:

Pünktlich um 8.00 h waren sie da, die beiden Herren von der Abwassertechnik. Bei strömenden Regen haben sie 4 Stunden lang unsere Sickergruben gereinigt. Leider läuft das Wasser an einer Stelle trotzdem nicht ab - der Gully liegt höher :-((((. Wir werden wohl an dieser Stelle eine Drainage machen müssen - sonst kann man hier bei Regen immer gleich die Füsse waschen.

Eine kleine Ladung Rindenmulch wurde auch geliefert - der Mitarbeiter hat sich wohl bei der Mengenberechnung ziemlich verrechnet. Da werden wir wohl nochmal bestellen dürfen.

Mittwoch, 05.05.2010:

Hurra, wir haben einen Zaun. Mit einem riesen Kran wurden heute die Einzelteile unseres Bauzaunes geliefert. Wenn es nur endlich aufhören würde zu regnen. Nun haben wir alles zusammen - es müsste nur mal trocken sein, damit wir alles aufstellen und verlegen können. Langsam wird es knapp, damit alles zum geplanten Eröffnungsfest am 5. Juni fertig wird.

Die neuen Spiel-/Sportgeräte werden am 29.05. geliefert - die Firma macht für uns extra Nachtschicht. Hoffentlich ist der Boden bis dahin verlegt - sonst können wir sie nicht aufstellen lassen.

Nächster Hoffnungs-Termin fürs Bodenverlegen und Zaunaufstellen: Pfingstsonntag und -montag 23. und 24. Mai 2010.

Donnerstag, 20.05.2010:

Heute wurden 2 Gabelstapler für das Wochenende geliefert. Jetzt brauchen wir nur noch "Manpower".

Freitag, 21.05.2010:

Der Container für den Abfall wurde aufgestellt. Die Tonne 180,00 Euro für die Entsorgung - hoffentlich wird er nicht zu schwer :-(((((

Die rechte Seite des Platzes steht unter Wasser - wir müssen auch noch eine Drainage durch den neuen Welpenspielplatz ziehen, damit das Wasser in den Gully abfliessen kann. Das wird ein Wahnsinnswochenende!!

Sonntag, 23.05.2010:

Los geht es - zum Rasenendspurt. Gelände aufgesperrt und es kann losgehen. Erst mal die Schlüssel in die Gabelstapler-Zündung stecken und ... die Tür zu und ... der Schlüssel steckt innen, die Türe ist versperrt. Super! 2 Gabelstapler, aber in einen kommen wir nicht rein. Schnell mal beim ADAC angefragt, ob die auch Gabelstapler knacken können :-)))) Doch Lothar weiß Rat und schon sind die Stapler im Einsatz.

Heute geht es gut voran - alle packen mit an.

Auch die gärtnerische Seite unserer Helfer wird benötigt. Die erste Lieferung Rindenmulch muss auf dem Welpenspielplatz ausgebreitet werden. Die Büsche werden zugeschnitten, der Zaun innen mit Folie bespannt. Starke Männer graben die Drainage durch den Welpenspielplatz - jetzt kann das Wasser endlich ablaufen.

Der Müllcontainer wird schon langsam voll - heute geht was.

Meinen herzlichen Dank an die Helfer am Pfingstsonntag:

Junicos Frauchen, Luigis Herrchen, Sannys "Eltern", Findus Herrchen, Hollys "Eltern", Enjas Familie, Padis "Eltern", Lucies Familie, Harris "Opa", Nellys "Eltern", Sandys Frauchen, Picassos Familie, Ronjas "Eltern", Cochises Frauchen, Uschi von den Therapiehunden und meinen Neffen Philip und Marco.

Montag, 24.05.2010:

Habe heute morgen gleich mal die Gabelstaplerschlüssel vergessen, musste nochmal nach Hause fahren. Macht aber nix - bis ich wieder da bin, ist die neue/alte Mannschaft schon an der Arbeit.

Heute wird auch der Container ausgeräumt und von den Mäusehinterlassenschaften gereinigt. Unter den Gesichtsmasken ist es super heiss, aber der Einsatz lohnt sich. Alles ist jetzt sauber und wieder ordentlich eingeräumt - so macht das Arbeiten Spaß.

Neben dem Welpenspielplatz entsteht der neue Sandkasten. Er wird die Endstation unser Hunderutsche werden.

Die Löcher für den Spielturm werden ausgemessen und ausgegraben.

Die überstehenden Rasenteile müssen abgeschnitten und entsorgt werden. Alles in allem viel Arbeit - heute wird an allen Ecken und Enden gearbeitet.

Jetzt kommt sie - die letzte Rolle !!

Wir sind fertig für heute. So sieht die "Rohfassung" des neuen Hundespaßplatzes aus:

Der Rasen muss nun "nur" noch mehrmals bei trockenem Wetter liebevoll gebürstet und gesandet werden, dann ist er perfekt! Eine schöne Aufgabe für mich, wenn mal eine Trainingsstunde ausfallen sollte :-))))

Meinen herzlichsten Dank auch an die heutigen Helfer:

Uschi von den Therapiehunden, Junicos Frauchen, Luigis "Eltern", Findus und Kessys "'Eltern", Padis Frauchen,  Harris "Opa", Sandys Frauchen, Ronjas Frauchen, Ishanis und Cheyennes "Eltern", Jacks Herrchen, Aylas Herrchen, Choyas Familie, Captain Jacks Herrchen, Funnys Herrchen und meinen Neffen Philip.

Dienstag, 25.05.2010:

Heute werden die Gabelstapler wieder abgeholt - wir werden sie vermissen :-))))

Mittwoch, 26.05.2010:

Der Tag beginnt um 7.00 h - der Abfallcontainer wird abgeholt (5 Tonnen !!!), Rollkies für die Drainage und Rindenmulch für den Welpenspielplatz wird geliefert. Alex (Enjas Junior-Herrle) und sein Freund machen eine kleine Ferienarbeit und verteilen Kies und Mulch.

Donnerstag, 27.05.2010:

Die neuen Geräte kommen. Aus Großenenglis kommen sie und waren die ganze Nacht unterwegs. Der nette Mitarbeiter stellt sie auf - alles passt - welche Freude. Sie sind super stabil und werden uns noch viele schöne Trainingsstunden bescheren.

große Hundeschaukel

Brücke, Brücke offen, Brücke mit Leitersprossen, Hängebrücke - das 4 in 1-Gerät!!

großer Reifen mit Vorhang - da guckst Du!

So - jetzt fehlt nur noch das Einbetonieren des Rutschenturms, der Umzug der Hängebrücke vom Hupla in Perlach, das Abdichten des Bauzauns und das Zuschneiden der überlappenden Rasenbahnen, dann sind wir fertig.

Freitag, 16. Juli 2010:

Das gibts doch nicht - nach nicht mal 6 Wochen auf dem neuen Hupla wurde in unseren Container eingebrochen! Das gesamte (extra für den neuen Hupla angeschaffte) neue Werkzeug und der Stromgenerator wurden gestohlen.

Laut Polizei stehen unsere Chancen schlecht, dass die Diebe gefasst werden - grrrrrrrr.

to be continued .....

 

Donnerstag, 25. April 2013:

Da wir keine neue Halle gefunden haben, habe ich mich entschlossen auf dem Hupla ein Zelt für das Training bei Nässe aufstellen zu lassen.

Hier ein paar Impressionen vom Aufbau:

 

 

 

 

 

Aktualisiert ( Freitag, den 17. Mai 2013 um 13:16 Uhr )